7 Geheimtipps für deine San Francisco Reise

Gleich zu Beginn des neuen Jahres reisen wir ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Genauer gesagt geht es in die USA, Kalifornien.

Hier werden wir uns ziemlich genau 12 Tage aufhalten. Zuerst sind wir in San Francisco, fahren anschließend mit dem Mietwagen in das etwas südlicher gelegene Santa Cruz und schließen die Tour mit 3 Übernachtungen nahe des Yosemite Nationalparkes ab.

Der an der Westküste liegende Bundesstaat ist etwa 20% größer als die Bundesrepublik Deutschland. Der Flug von der Ost- zur Westküste der USA (ja wir müssen leider ungeplant in Newark zwischenlanden), dauert gefühlt genau so lange, wie der Flug von Deutschland in die USA. Irgendwie verrückt…

Wie mittlerweile üblich haben wir unsere Unterkünfte über Airbnb gebucht. Diese sind allerdings preislich in einer ganz anderen Liga als unsere letzten Unterkünfte im fernen Asien.
In San Francisco ist fast alles teuer.
Die billigste Flasche Wasser kostet im Supermarkt mal locker 1-2$ und ein kleiner Kaffee Americano ist in der Regel auch nicht für unter 3$ zu bekommen.
Tiefkühlpizza gibt es in Übergröße für etwa 10 Dollar. Die meisten Lebensmittel machen einen sehr teuren oder ungesunden Eindruck. Gerne auch in der Kombination ungesund & teuer.

5 Nächte in der Stadt der Entrepreneure

Unsere erste, echt gemütliche Unterkunft wird von Diane und Jeff vermietet.
Stolze 1267 Euro für 5 Nächte kostet das gemütliche und perfekt ausgestattetes Appartement mit 4 Schlafplätzen, einem Badezimmer, einer geräumigen offenen Küche und einem Food Waste Disposer welcher kleinere Essensreste im Nu im Abguss verschwinden lässt (ziemlich spookey ;-)).

Die 4 Schlafplätze füllen wir dieses mal vollständig aus. Diese Reise treten wir zu viert an.
Neben meiner Frau und mir ist noch meine Schwägerin sowie meine Mutter mit von der Partie.

Das Appartement liegt mitten im Mission District welches wir laut diversen Reiseführern und Webseiten als Tourist im Dunkeln besser meiden sollten.
Abgesehen von ein paar abgedrehten Gestalten, die du aber in ganz San Francisco sowieso findest, ist uns der Stadtteil nicht sonderlich negativ aufgefallen.

Von hier aus haben wir (meist) den Norden San Franciscos erkundet und auch einen Abstecher nach Sausalitos gemacht.
Die 7 Sachen die uns am meisten geprägt haben, fasse ich dir hier zusammen.
Entscheide selbst ob es ein DO oder DON’T für dich ist 😉

Platz 7 – Pier 39

Am Pier 39 gibt es viele dicke, vollgefressende und faule Seelöwen zu sehen. Sie liegen auf extra hergerichteten Pontons und lassen sich in der Sonne trocken.
Ähnlich geht auch mit den (dicken, vollgefressenden) Touristen zu. Diese knubbeln sich nämlich ähnlich eng aneinander um hier einen guten Schnappschuss zu machen.

Pier 39 ist ein Ort den du nicht unbedingt besuchen musst. Da er aber günstig gelegen ist wirst du vermutlich garnicht darum herum kommen.
Es gibt auf jeden Fall viel schönere Orte rund um San Francisco an denen wir immer mal wieder Seelöwen in freier Natur gesehen haben.

Platz 6 – Fisherman’s Wharf

Fisherman’s Wharf. So schimpft sich das Hafenviertel von San Francisco.
Es liegt ganz im Nordosten der Metropole.

Es macht den Eindruck als sei der einzige, verbliebene Zweck uns Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Hier gibt es etliche kleine Läden deren Fassade und Produkte uns eher an einen Freizeitpark statt an ein Hafenviertel erinnern.
Viele der Läden verkaufen billigen Kitsch zu überzogenen Preisen und richtiges Essen sucht du hier vergeblich. Dafür reiht sich ein Fast Food Restaurant an das Nächste.

Mein Eindruck: Gucken ja, kaufen nein.

Platz 5 – Market Street

Auch hier geht es wieder um das liebe Geld. Auf der Market Street folgt ein bekannter Markenladen auf den Nächsten.
Für die 3 weiblichen Teilnehmer unserer Reise hat unser Platz 5 nachhaltige Schäden in der Reisekasse hinterlassen.

Wäre der Dollar inzwischen nicht so stark geworden, könntest du hier durchaus das ein oder andere Schnäppchen abgreifen.

Gegen Mittag versammeln sich einige Foodtrucks nahe der Büros von Uber und Twitter. Hier gibt es allerhand Auswahl zu sehr stolzen Preisen.
Los geht es ab ca. 10 $.
Das Smokey Chicken Sandwich war jedenfalls sehr gut 😉

Platz 4 – An der Küste flanieren

Nicht wirklich spektakulär aber doch sehr angenehm.
Vom St. Francis Yacht Club aus (Karte) sind wir einfach immer weiter Richtung Osten gelaufen.

Hier kommst du an einigen kleinen Parks vorbei die zum Picknicken und verweilen einladen.
Wenn du dich stets an der Küste hältst, hast du immer die Golden Gate Bridge und Alcatraz im Blick.

Irgendwann kommst du dann zwangsläufig am Pier 39 und an Fisherman’s Wharf vorbei. Punkt 7 und 6 unserer Liste der „Geheimtipps“ für San Francisco.

Kurz vor der Oakland Bay Bridge befindet sich der Ferry Building Marketplace (Karte) indem du allerhand frisches Obst und Leckereien kaufen kannst.

Kurz gesagt, eine nette, kleine Wanderung die zum stöbern und entdecken einlädt.

Platz 3 – Golden Gate Park

Unter dem Golden Gate Park konnte ich mir zuerst sehr wenig vorstellen. Die Stadtparks in Deutschland sind damit absolut nicht vergleichbar.

Der Park hat eine Länge von knapp 5 km und ist mehr als 500 m breit.
Eine wahnsinnig große Grünfläche wenn man bedenkt, dass sie mitten in der Stadt liegt.

Hier gibt es wahnsinnig viel zu entdecken. Sehr viele verschiedene Pflanzenarten und zum schön angelegte Seen sind hier zu finden.
Neben dem Golden Gate Park Polo-Feld gibt es viele Museen und Tiere zu sehen. Die Bisons im Bison Paddock sind definitiv auch einen kleinen Abstecher wert.

Was du aber auf keinen Fall verpassen solltest ist das Conservatory of Flowers. Hier werden in 3 getrennten Gewächshäusern viele heimische und exotische Pflanzenarten gepflegt.
Das angrenzende, kleine Schmetterlingshaus ist der Oberhammer. Viele verschiedene Arten können hier beobachtet werden. Das sehr freundliche Personal beantwortet gerne Fragen zu den kleinen Faltern.
Mit etwas Glück kannst du einigen Schmetterlingsarten beim schlüpfen zusehen.
Wir konnten in 30 Minuten etwa 3-4 Exemplaren beim schlüpfen zuschauen.

Der Golden Gate Park inkl. der Gewächshauses ist ein Muss für jeden Hobbyfotografen und Naturfreund!

Platz 2 – Nachttour auf Alcatraz

Dieser Geheimtipp ist schon lange kein Geheimtipp mehr.
Besonders die Alcatraz Nachttour ist meist schon 60 Tage vorher ausgebucht, kann aber bereits 90 Tage im Voraus gebucht werden.

Wir hatten leider das Pech, dass es bei unserem Besuch der Insel in strömen geregnet hat und wir uns nur im Inneren des Gefängnisses aufhalten konnten.
Unser leider nur sehr kurze Eindruck vom düster beleuchteten Außengelände war dennoch sehr nett.
Im Inneren bekommst du aufgrund der kaum vorhandenen Fenster nicht mit, ob es draußen hell oder dunkel ist.

Trotz des Regens war die Tour wirklich cool. Die Audioführung welche sowohl in Deutsch als auch in 5 weiteren Sprachen verfügbar ist war super gemacht und echt spannend.
Es ist mehr ein gruseliges Hörspiel mit Hintergrundgeräuschen und Gebrüll der Gefangenen statt einer billigen Audio-Führung.

Auch wenn es natürlich eine waschechte, überlaufende Touristenattraktion ist, ist Alcatraz definitiv ein Muss für jeden San Francisco Besucher.
Wenn sich die Chance ergibt, solltest du definitiv versuchen ein Ticket für die Nachttour zu ergattern. Denn auch der Blick auf San Francisco ist im Dunkeln ziemlich beeindruckend.

Platz 1 – (Tages)Wanderung nach Sausalitos

Last but not least, mein Favorit!
Wieder beginnt unser Ausflug am St. Francis Yacht Club. Dieses Mal geht es aber nach Westen zur Golden Gate Bridge.
Direkt am Wasser führt hinter den Dünen ein gemütlicher Weg uns Fußgänger direkt bis zur Golden Gate Bridge. Kurz vor der Brücke befindet sich das Warming Hut Cafe. Hier gibt es leckeren, günstigen Kaffee und die gemütlichen Picknickbänke laden zum relaxen ein.
Die Souvenirjäger unter uns können hier allerhand Magnete und anderen San Francisco Kram kaufen.

Hinter dem Cafè erreichen wir nach einigen Höhenmetern das Visitor Center der Golden Gate Bridge. Viele Modelle demonstrieren hier die Funktionsweise der Brücke. Ziemlich interessant für Technerds wie mich.
Die Modelle solltest du unbedingt ausprobieren und daran herumspielen 😉

Von hier aus kannst du bequem die Golden Gate Bridge überqueren und weiter die Straße entlang bis nach Sausalitos wandern.
Sausalitos ist eine kleine Stadt direkt am Meer gegenüber von San Francisco. Hier gibt es einige kleine Läden zum stöbern und ansehen. Mit der Fähre kannst du vom Zentrum von Sausalitos direkt nach San Francisco zurück fahren.

Wir haben unsere Tour mit Komoot (Link) getrackt damit du diese Stecke problemlos nachwandern kannst.
Die Strecke misst knapp 10 km und du bist mit schlendern, anschauen und ausruhen gut einen ganzen Tag beschäftigt.

 

 

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