Cap Corse

Heute schlafen wir etwas länger. Um 8 Uhr stehen wir auf, frühstücken mal wieder das Übriggebliebene vom Vortag. Danach beginnen wir unser Hab und Gut zusammenzupacken. Die Koffer werden gepackt, der Pavillon abgebaut und das Zelt wieder eingerollt. Alles ins Auto verfrachtet, werden schnell noch 200€ bei Emilio dem Platzbesitzer gelassen. Nach einigen Verständigungsschwierigkeiten bringt ein einfaches au revoir Licht ins Dunkle und er steht, dass wir gehen wollen.

Wieder einmal auf der N198 sagt uns der alltägliche Stauwahnsinn guten Morgen. Wir benötigen etwa 2 Stunden für knapp 50 km. Auf unserem Weg zum neuen Campingplatz sehen wir wieder mehrere Brände.

Den angepeilten Campingplatz finden wir leider nicht, dafür aber in unmittelbarer Nähe einen anderen mit dem Namen Les Oranges. Ein niedlicher kleiner Platz mit 12 Stellplätzen und 6 Bungalows. Unsere Bleibe für eine Nacht ist in etwa 10 Minuten eingerichtet. Danach setzen wir uns wieder ins Auto und fahren weiter in das Kap von Korsika hinein. Nach einigen Kilometern halten wir kurz an einer Boulangerie und kaufen ein einzelnes, noch heißes Baguette ein. Gewappnet mit Ziegenkäse, Salat von gestern und dem frischen Baguette suchen wir uns einen sonnigen Flecken zum Mittagessen. Dieser ist schnell gefunden, wir halten an einem kleinen, aus schwarzem Kiesel bestehenden Stand. Die Salatsauce wird im Kofferraum gemixt. Ein wenig Öl, etwas Essigessenz, Senf, Salz und Pfeffer in die Salatbox gekippt, nun heißt es schütteln, schütteln und nochmals schütteln…

Das Baguette aus der Boulangerie schmeckt um Längen besser als das aus dem Supermarkt – warum haben wir das nur immer dort gekauft…

Alles verdrückt sitzen wir noch ein wenig auf unserem Felsbrocken und genießen die Sonne.

Auf unserer Runde um das Cap Corse herum sehen wir viele alte Türme die auf dem 18. Jahrhundert stammen und zur Überwachung der Küste dienten. Wir fahren durch einige kleine Hafenstädtchen in denen wir kurz Rasten und den Pier entlanglaufen. Bei einem Eis philosophieren darüber welches Boot wir uns kaufen oder ob uns ein Boot zu umständlich wäre. Die Quintessenz unserer philosophischen Einlage ist, dass unsere Yacht später in Monaco liegen wird. Das ist einfach praktischer. Dort könnten wir schnell mit dem Jet hinfliegen und anschließend Elba, Korsika, Sardinien, Spanien etc. anpeilen.

Drei Stunden und viele kleine Städte später machen wir Stopp in Nonza mit seinem makanten schwarzen/grünem Strand. Der Strand ist grün weil früher der Schutt einer in der Nähe liegendem Asbestmine hier gelagert wurde und nur über 500 Treppenstufen erreichbar. Das zum Großteil aus Schiefer bestehende Gestein wurden im laufe der Jahre immer feiner zerrieben, so entstand der schwarze Sand. 1965 wurde die Bergmine stillgelegt und der Schutt angeblich ungefährlich ?

 

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