Familienfreundliche Wanderung

Heute brechen wir in der Früh auf um möglichst früh in Corte zu sein, denn einige Kilometer vom Ortszentrum entfernt startet unsere kleine Wanderung.

Zuvor muss man allerdings sagen, dass wir nicht wie geplant sofort nach dem Aufstehen los sind sondern knapp 40 Minuten durch Zähneputzen, Sachen packen und Sachen hin und her räumen verlieren.

Etwa eine Stunde nach der Abfahrt erreichen wir unser Ziel und erstes Hindernis. Die serpentinenreiche Straße, die zum Parkplatz der Wanderroute führt ist derart schmal, dass nur an einigen wenigen Stellen zwei normale Autos nebeneinander passen. Gefühlt an der schmalsten Stelle treffen wir auf einen großen Kleinbus. Ein einheimischer Korse navigiert rechts Vorderrad exakt an den Abgrund. Ich lausche den Anweisungen des Einheimischen und achte ebenfalls darauf das Auto links nicht mit den Spiegeln zu touchieren. Etwa 1cm Platz ist zum Auto und die rechten Reifen nicht einmal mehr vollständig auf der Straße.

Geschafft! Mit leicht zittrigen Knien und einem tiefen Durchatmen erreichen wir nach weiteren 2 Kilometern den Parkplatz.

Von hier aus startet unsere Wanderung. Es ist, obwohl es noch recht früh ist schon sehr voll hier. Die Wanderung geht 6,7km mit knapp 600m Höhenunterschied. Laut Wanderführer ist sie in lockeren 3,5 Stunden erledigt. Pustekuchen! Der pralle Sonne und die doch sehr steilen und sehr steinigen Wanderwege haben es in sich. Nach etwa einer Stunde erreichen wir den Lac de Melo, einer von zwei natürlichen Seen auf unserer Route. Beide Seen werden von einer kleinen Quelle gespeist und bestehen zu einem Großteil aus Schmelz- und Regenwasser. Am 5-6°C warmen See machen wir Rast und Essen etwas von unserem Baguette.

Anschließend geht es weiter hinauf.

Weitere 220 Höhenmeter später, erreichen wir mit 1930m dem höchsten Punkt der Wanderung. Hier liegt der Lac de Capitello welcher mit 8°C etwas wärmer und mit 40 Meter Tiefe sehr tief ist. Am See ist sehr idyllisch und sehr ruhig.

Das Areal hier gehört den Dohlen die erstaunlich nah, fast bis an die Hand kommen.


Wir ruhen uns etwas aus und setzen an zum Abstieg. Der Abstieg erweist sich nochmal als Herausforderung. Nach gut einer Stunde ohne Pause erreichen wir völlig verschwitzt den Ausgangspunkt. Hier gehen wir noch kurz im Fluss schwimmen und kühlen uns ab.

Völlig fertig und nach einer Stunde Autofahrt erreichen wir den Campingplatz. Kochen ist heute nicht mehr, wir entscheiden uns bei einem vertrauenswürdig aussehenden Pizza-Auto Pizza zu mitnehmen zu holen. Die Pizza erweist sich als durchaus lecker.

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