Tag 1: Die erste Etappe – Lebua State Tower

Dicke Luft.
Verstopfte Strassen.
Ein Lärmpegel der sich gewaschen hat.

So könnte man Bangkok beschreiben wenn man es böse meint. Aber dazu später mehr…

Wir haben einen Abflug gemacht

Zuerst machen wir uns am frühen Abend, gegen 18 Uhr zum Flughafen auf. Wie sich das gehört, möchten wir früh genug (etwa 2,5 Stunden) vor Abflug am Flughafen sein.

Da es zwei ziemlich lange Flüge werden und wir nicht hungrig bleiben wollten kaufen wir uns noch einen Döner bevor wir durch die Sicherheitskontrolle gehen.
Entweder sind unsere Ansprüche an Döner gestiegen oder der Döner deutlich schlechte geworden. Lecker war er nicht.

Immerhin haben wir dabei etwas gelernt. Vor dem nächsten Abflug nehmen wir lieber ein belegtes Brötchen oder ein anderes Gebäck vom Bäcker nebenan.

Die Sicherheitskontrolle passieren wir fast ohne rausgefischt zu werden. Fast!
Wir dürfen jeweils eine Flüssigkeit mit bis zu 100 ml mitführen ohne, dass wir einen verschließbaren Plastikbeutel verwenden müssen.
Ich habe eine Zahnpasta und ein Nasenspray im Rücksack – Ohje und jetzt?

3 Plastikbeutel für 1 EUR kaufen?
Die halbleere Zahnpastatube wegschmeissen?
Das ganze Nasenspray schnell wegschniefen?

All diese Gedanken schiessen mir durch den Kopf. Solange bis Sabrina sich einfach das Nasenspray schnappt. Jetzt hat jeder eine Flüssigkeit mit weniger als 100 ml. Perfekt!

Nun noch schnell die Taschen ausgeleert, den Rucksack und Kleinkram in der Plastikwanne verstaut und ab in die Körperscanner. Problemlos.

Am anderen Ende der Förderbandes warten wir auf die gefüllten Plastikwannen.
Wie immer nimmt mein Rucksack die linke Seite der Weiche und landet in der Sichtkontrolle.

Der freundliche Beamte bittet mich den Rucksack zu öffnen und schaut skeptisch hinein, greift zu einem Teststreifen und nimmt kurzer Hand einen Sprengstofftest vor. Seh ich so verdammt böse aus? 😉

Die Passkontrolle passieren wir spielend. Im Abflugbereich gehen wir an den Duty Free Shops vorbei und warten vor unserem Gate auf den Flieger.

380 am Düsseldorfer Flughafen

Mit rund einer Stunde Verspätung aus Dubai landet unser A380 am Düsseldorfer Flughafen weshalb auch unser Abflug sich um ca. eine Stunde verzögert.

Wir machen uns also noch auf den Weg und suchen das günstigste Getränk am Flughafen. Am 3. Automaten entscheiden wir uns für einen Eistee Pfirsich für „günstige“ 2,50 EUR.

Gegen 21:45 startet der Flieger und wir werden direkt zu Beginn ordentlich durchgerüttelt. Es wundert uns etwas, dass so ein großer Flieger so durchgeschüttelt werden kann.

Innen ist das Monster nicht mehr so eindrucksvoll wie außen. In der Economy-Class kommen wir uns vor, als säßen wir in einer 777 jedoch mit etwas mehr Beinfreiheit.
Wir haben Glück! Der 3. Platz in unserer Dreierreihe bleibt leer. So breiten wir uns ordentlich aus und nutzen den Platz für Kissen, Decken und sonstigen Krimskrams.

Nach etwa 2 Stunden gibt es Essen. Wir können zwischen Hühnchen mit Reis oder Rindfleisch mit Kartoffelpüree und Möhren wählen.

Wir nehmen beide das Hühnchen. Fehler!

Den restlichen Flug werden wir mit Kaffee, Bier, Mangosaft, Orangensaft, Kräckern und der Serie Mr. Robot (2 Staffel) versorgt.
Mitten in der Nacht wird noch Eis verteilt.

Der Pilot scheint das Flugzeug ordentlich getreten zu haben, denn wir kommen trotz der Stunde Verspätung beim Abflug pünktlich in Dubai an. Hier vertreiben wir uns eine Stunde die Zeit bis unser Anschlussflieger geht.

Erneut werden wir mit schlechtem Essen, Kräckern und Getränken versorgt.

Endlich in Bangkok

In Bangkok angekommen tauchen wir in eine andere Welt ein. Der Flughafen ist deutlich weniger prunkvoll als der Flughafen in Dubai. Dennoch ist er sauber und hat alles was wir benötigen.

Am Einreiseschalter läuft alles ziemlich chaotisch ab und es dauert etwas länger bis wir zum Gepäckband 22 durchkommen. Unsere Rucksäcke sind wohlbehalten angekommen und drehen hier scheinbar schon etliche Runden.

Ein sehr beruhigendes Gefühl, unser Gepäck ist auch in Bangkok angekommen!

Am Geldautomat ziehen etwas Bargeld für die nächsten Tage.
Mittlerweile ist das Abheben von Geld in Thailand nicht mehr kostenlos.
Bis zu 10.000 Baht zahlt man 200 Baht Gebühren.

Beim Abheben von 10.000 Baht (etwa 250 EUR) macht das etwa 5 EUR (˜2%) – Nicht schön, aber damit müssen wir leben.

Die erste Touristenfalle

Noch am Flughafen tappen wir in die erste Touristenfalle. Wir ziehen eine Nummer für ein Taxi und bekommen die 3 zugewiesen.

Am Taxi angekommen steigen wir ein.
Das Taximeter ist bereits mit einem Handtuch abgedeckt. Gut vorbereitet warten wir darauf, dass das Fahrer das Taximeter abdeckt & anschaltet. Er fährt los – fast wie erwartet passiert nichts…

Wir fragen den freundlichen Fahrer wieviel die Fahrt in unser Hotel kostet und er antwortet in gebrochenem Englisch mit etwas das wie 500 Baht klingt.
Ich frage ihn wie viel es kostet wenn wir mit Taximeter fahren würden, keine Antwort.

Müde und bequem wie wir sind lassen wir es gut sein.
500 Baht (13 EUR) für knapp 30 Kilometer inkl. Maut – na gut!

lebua-state-towerAm Hotel angekommen passieren wir die hoteleigene Sicherheitskontrolle bei der ein Security-Angesteller einen flüchtigen Blick in den Kofferraum des Taxis wirft.
Nach einem etwas wuseligem Empfang werden wir auf unser Zimmer (Superior River View) begleitet welches mit 66 qm noch etwas großer ausfällt als es erwartet haben.
Die etwas stressige Anreise wird jedoch mit einem Balkon in der 51. Etage belohnt.
Von hier haben wir einen überragenden Blick auf den Süden Bangkoks.

lebua-state-tower-aussicht

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