Stundenlange Autofahrt

Es ist Montag, also fährt in 4 Tagen die Fähre wieder in Richtung Heimat ab und wir haben uns noch nicht die Westküste angeschaut. Calvi soll ganz schön sein, sagte man uns.

Das Navi im Auto sagt es würde 2 Stunden dauern. Google Maps sagt wir brauchen 1,5 Stunden. Tatsächlich waren es fast 3 Stunden für die Hinfahrt, aber dazu gleich mehr.

Gefrühstückt wird das was von gestern über geblieben ist. Eine Art Broich, mit viel Zucker oben drauf. Ganz nach Campermanier haben wir das riesigen Teil am Vortag in einer Mülltüte vor den unzähligen Ameisen geschützt. Hat geklappt! Nach dem Frühstück packen wir unsere 7 Sachen, setzen uns ins Auto und „düsen“ los. Das Problem auf Korsika ist, es gibt auf jeder Seite (Ost/West) lediglich eine halbwegs gerade Hauptstraße, z.B. die N198. Jede Abzweigung von dieser Straße führt irgendwo ins Inselinnere und bedeutet sehr lange, kurvenreiche Umwege. Die N198 führt leider auch noch durch fast jede Küstenstadt und dient dort als großartiger Flaschenhals. Es bilden sich endlos lange Staus, vor fast jeder Stadt. Somit ist es eigentlich keine Überraschung, dass auch wir auf unserem Weg Richtung Calvi in diesem festsitzen. Laut Google Maps führt der Stau zu einer 17-minütigen Verspätung, aber tatsächlich kostet er uns bestimmt 45 Minuten. Umkehren ist auch keine Alternative, da auf der gegenüberliegenden Fahrbahn das gleiche Chaos herrscht. Da hilft nur laute Reggae Musik und die Klimaanlage. Durch das Landesinnere kommen wir besser voran. So werden wir werden mit traumhaften Küstenstraßen und dem türkis-farbenen Meer an der Westküste entschädigt.

In Calvi spazieren wir ein bisschen durch die kleinen Gässchen, essen ein Focaccia vegétariana und kraxeln, wie immer bei Mittagshitze, bis zur Zitadelle hinauf. Dort genießen wir den schönen Ausblick auf die Stadt und den Hafen mit teuren Yachten.

Um uns ein bisschen Abzukühlung kaufen wir uns in einer Gelateria ein Eis. Mit 2,50€ pro Kugel sehr teuer, aber auch sehr lecker. Zwei Stunden später haben wir genug von den Touristenläden, zahlen angenehme 4€ Parkgebühr und treten den Rückweg an. Die kleine Stadt Lumio liegt direkt auf unserem Rückweg. Laut dem großen Welt Weiten Web sollen hier einige Bolderspots erschlossen sein. Wir machen und also auf die Suche nach den Kletterfelsen und stellen mit Enttäuschung fest, dass die Beschreibungen aus dem Internet uns nicht reichen um die erschlossenen Gebiete zu finden. Nach 3 erfolglosen Versuchen brechen wir ab und nehmen noch kein kurzes Bad im blauen Meer.

Anschließend machen wir uns auf dem Weg zurück, er könnte ja sein, dass es mal wieder länger dauert. Die Rückfahrt verläuft erstaunlich Problemlos und so kommen wir pünktlich zu unserer geplanten Cocktail-Party.

Wir Sitzen bei Dunkelheit zu 6. am Stand, trinken kalte Getränke, hören ein wenig Musik und verbrennen angeschwemmtes Holz in einem kleinen Lagerfeuer.

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