Religionskampf: Zelt oder Camper

Heute Mittag ist es schon wieder passiert.

Ich stehe wie jeden Dienstag vor meinem Lieblings-Food-Truck.
Hungrig, in der Schlange wartend, schaue ich mir den pechschwarzen Mercedes Truck etwas genauer an.

Er ist eckig, geräumig und ziemlich hoch – aber trotzdem nicht zu groß. Ein Traum!

Angefangen hat das vor etwa 2 Jahren.
Es betrifft jedes Fahrzeug, das größer als ein durchschnittlicher SUV ist.

Vor meinem geistigen Auge baue ich sie alle bereits in einen Camper um.
Als ambitionierter Heimwerker und DIYler, stelle ich mir jedes mal vor, wie ich den Laderaum komplett entkerne und von Grund auf neu plane und aufbaue:

Hier kommt die Küchenzeile hin, da der Kühlschrank. Eventuell noch eine schmale Notdusche dort.
Und die Betten müssen zum klappen sein!
Stauraum haben wir dann hier… dort und vor allem aber da!

Wie ich mir meinen Camper genauer vorstelle? Dazu gleich mehr…

Erst einmal muss ich dir etwas gestehen:
Ich war bisher noch nie mit einem Campervan unterwegs!

Ich hatte bis jetzt noch nicht das Vergnügen mir einen Camper leihen zu können.
Bis heute hat uns unser Zelt immer treue Dienste geleistet und war absolut ausreichend.
Und trotzdem beneide ich jeden, der einen Camper oder Wohnwagen sein eigenen nennen kann!
Und sei es auch nur zeitlich begrenzt.

Zelt oder Camper

Beides hat seine Vorteile. Aber Zelt und Camper bringen ebenso auch einige Nachteile mit sich.

Der Campervan

Mein Camper müsste vor allem eines sein… selbstgebaut!

Wenn ich mir im Web oder auf der Strasse Fahrzeuge und Aufbauten ansehe, stelle ich immer wieder fest, dass es keinen Campervan gibt, den ich als perfekt bezeichnen würde.

Entweder sind sie zu groß, zu klobig, nicht einmal ansatzweise ab und zu für den Alltag geeignet oder der Ausbau gefällt mir nicht richtig.

Der perfekte Campervan sähe für mich so aus:

  • mindestens 4 Sitzplätze während der Fahrt
  • 2-4 Schlafplätze
  • eine mini Küche (zweiflammiger Kocher, Kühlschrank & eine kleine Spüle)
  • er ist klein genug und wendig um auch enge Pässe und Serpentinen fahren zu können
  • bietet viel Stauraum für 4 Personen
  • verbraucht wenig Sprit, hat eine grüne Plakette und hält ein halbes Leben lang 🙂
  • … achja! Und zu teuer darf er auch nicht sein!

Du merkst sicherlich… Ich will eine eierlegende Wollmilchsau.
Sowas gibt es leider nicht. Klein, Küche, 4 Schlafplätze, viel Platz und das Ganze für wenig Geld widerspricht sich zu stark.

Aus diesem Grund bin ich vor einigen Jahren auf die Idee gekommen einen Camper selbst auszubauen und habe leider bis heute immer noch nicht damit angefangen.
Ich halte aber daran fest und werde beinahe täglich daran erinnert, wenn mir mal wieder ein schönes Exemplar über den weg läuft oder besser gesagt fährt.

Oder doch besser beim Zelt bleiben?

Natürlich hat auch das Zelt einige Vorteile die nicht zu verachten sind.

Du bist viel näher an der Natur.

Die kleinen (und großen) Krabbeltiere werden nur durch eine dünne Stoffwand von dir ferngehalten. Die Luft ist immer frisch und du nimmst die Geräusche deiner Umgebung in der Nacht viel besser wahr.

Mit etwas Pech und der falschen Ausstattung wirst du allerdings im schlimmsten Fall nass und es kann nachts durchaus schon mal kälter werden. Ein Campervan ist besser isoliert und hat vielleicht sogar noch eine Standheizung an Board.

In meinem Artikel Grundausstattung: Dinge die du auf jeden Fall brauchst gehe ich nochmal näher auf das Thema Zelte ein. Damit du nicht nass wirst und nicht frieren musst schaust du am besten direkt mal hinein.

Was ist denn nun besser?

Ich glaube die Frage „Zelt oder Campervan“ kann auch ich nicht pauschal beantworten. Es gibt sicherlich Menschen die das Eine besser finden und das Andere überhaupt nicht mögen.

Wir lieben aber unser Zelt und es ist schon ziemlich weit rum gekommen. Es ist günstig, praktisch und enorm pflegeleicht. Es frisst auch kein Brot wenn es mal ein halbes Jahr im Schrank liegen bleibt. Ein Campervan macht dies aber… Und zwar in Form von Steuern und Wartung oder Pflege.

Ich glaube aber, dass wir unseren Campervan genau so lieben würden wenn wir einen hätten.
Beim Ausbau würden wir enorm viel Mühe, Geld und Zeit hineinstecken.

Vielleicht kommen wir doch eines Tages in den Genuss, dass wir einen passenden Campervan finden oder einen fertigen kaufen können. Wir haben ja noch genug Zeit 😉

Projekte

Zuletzt möchte ich dir ein paar wirklich coole Projekte zeigen.

Expedition Happiness

Ein umgebauter Schulbus… Einfach der pure Wahnsinn und vermutlich geräumiger als so manch eine Wohnung.

Tiny Adventure Home

Ein kompaktes, kleines Haus auf einem Trailer. Ziemlich durchdacht und praktisch.
Das Highlight ist die Kletterwand an der Außenfassade.

http://www.tinyheirloom.com/customization/

 

Welcher Typ bist du? Camper oder Zelt?

Welche Projekte gefallen dir oder hast du vielleicht sogar schon Erfahrungen im Camperbau gemacht?
Teile deine Projekte und Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!

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